Wie Vox sein Image verbessert
Als Informationssender war er gedacht gewesen – inzwischen hat Vox jedoch ordentlich an seinem Profil gearbeitet, schwierige Phasen in den 90er-Jahren überstanden und kann seit einigen Jahren kumulierende Einschaltquoten verbuchen, was nicht zuletzt an der Arbeit der Werbeagentur liegt. In der Vergangenheit wurden teilweise sogar erfolgreiche Serien, beispielsweise “CSI” oder “CSI: Miami”, von der RTL Group, der Vox inzwischen angehört, zurückgezogen und auf deren Hauptsender übertragen.
Nach wie vor gehört aber beispielsweise die US-Erfolgsserie “CSI: New York” ins Abendprogramm des Senders. Zahlreiche weitere US-Serien gehören heute ebenfalls ins Abendprogramm: “Law & Order”, “Criminal Intent”, “The Closer”, “Crossing Jordan” oder “Lie to me” vertreten recht erfolgreich die Krimisparte, insbesondere für die Damen unter den Zuschauern wurden zudem “Gilmore Girls” oder “Das perfekte Dinner” dazuberufen. Das Image von Vox als Informationssender ist jedoch nicht vollkommen verschwunden – bis heute liefert dctp Dokumentationen oder Reportagen; “Spiegel TV”, “Spiegel TV Extra”, “Spiegel TV Themenabend”, “Süddeutsche Zeitung TV” oder “NZZ Format” sind bekannte Informationssendungen, die wöchentlich das Programm von Vox und das Wissen der Zuschauer bereichern. Und mittlerweile haben auch einige berühmte und bekannte Spielfilme, insbesondere aus Übersee, ihren Auftritt bei Vox, die ebenfalls für ordentliche Einschaltquoten sorgen und sich zudem optimal für einen Imagefilm des Senders eignen.
Dass der Sender noch existiert, ist angesichts der Krise vor über zehn Jahren nicht weniger als der Verdienst von Imagefilm und Werbeagentur. Und auch in Zeiten mit hohen Quoten ist es eine dauerhafte Herausforderung, die Quoten aufrechtzuerhalten. Denn wer viel hat, hat auch viel zu verlieren – nicht umsonst gehört Vox zu den erfolgreichsten Sendern der sogenannten “zweiten Generation”, die unter einem Hauptsender stehen.